2026 - Kopenhagen
Kopenhagen ist eine einzigartige Mischung aus historischem Charme und modernem, nachhaltigem, innovativen Lebensstil und wird oft als lebenswerteste Stadt der Welt benannt. Neben den historischen Sehenswürdigkeiten sind innovative städtebauliche Entwicklungen und bemerkenswerte Bauprojekte zu bewundern. Das UBM Magazin beschreibt Kopenhagen als eine
Baukunst-Wunderwelt. Die Stadt wurde 2023 Welthauptstadt der Architektur.
Somit ein Muss für uns.
Schon lange geplant und nun realisiert. 48 Teilnehmende machen sich auf den Weg.
Nach individueller Anreise am Donnerstag, den 04.10.2026, mit Auto, Flieger, Bahn oder Boot gibt es um 18:00 zum Wiedersehen ein großes Hallo, das wir nach der Begrüßung im Hotel beim Abendessen im Restaurant Odette fortsetzen. Ein wunderbarer Einstieg auf die folgenden Tage.
Freitag, 05.06.2026:
Um 9:00 Uhr starten wir in zwei Gruppen unter fachkundiger Leitung mit einem 72 Stunden ÖPNV Ticket in der Tasche unser strammes Tagesprogramm.
Erstes Ziel ist der NORDHAFEN.
Mit dem größten skandinavischen aber auch nordeuropäischen Stadtentwicklungsprojekt verwandelt Kopenhagen das alte Hafengebiet mit seiner maritimen und industriellen Geschichte in ein attraktives, nachhaltiges und zukunftsorientiertes Stadtgebiet.
Wir haben die Gelegenheit u.a. einen Blick in das Büro der Cobe Architekten am Nordhafen zu werfen, das Maßgeblich an der Umgestaltung des
Nordhafens beteiligt war und ist.
Der Internetauftritt von „Visit Kopenhagen“ wirbt für den Nordhafen als Hotspot für moderne Architektur und Designräume. Eine der Grundideen bei der Entwicklung des Nordhafens ist „das goldene Konzept für eine Stadt der kurzen Wege“.
Hier wurden u.a. alte Lagerhäuser und Speicher, wie das „Pakhus 54“ oder das Warehouse 47, in Werkstätten und Büroräume umgewandelt, sowie Projekte wie das Headquarter von Bjarke Ingels Group, das Lüders Sportdach und das Sandkaj Brygge (hier trifft eine urbane Badezone auf moderne Architektur) realisiert.
Zur Mittagzeit besuchen wir den
Petersen Tegl Showroom. Petersen ist bekannt durch seine außergewöhnliche Kollektion u. a mit handgefertigter Baukeramik, die oft projektbezogen entwickelt wird, aber auch durch die Herstellung von Unikaten für Neubauten und historische Gebäude.
Hier hören wir bei einem Mittagssnack einen Fachvortrag zur Firma Petersen (Produktion und Projekte).
Projekte mit Produkten der Firma Petersen werden wir noch zu sehen bekommen.
Von hier aus geht es mit öffentlichen Verkehrsmitteln weiter nach ØRESTAD.
Unser erstes Ziel ist der im Bau befindlichen Stadtteil link Fælledby. Hier wird ein ehemaliges Deponiegelände in ein Quartier für nachhaltiges Wohnen verwandelt. Wir sehen wir eine Präsentation des Immobilienentwicklers, vorgestellt durch den Senior-Projektleiter Michael Tillegreen.
Nächster Zielpunkt im Viertel ist die Ikonische Architektur der Wohnbebauung der Bjarke Ingeld Group und das
UN17 Village, eines der nachhaltigsten Bauprojekte der Welt.
Bei einem gemeinsamen Abendessen im Restaurant SUKAIBA im Hotel Bella Sky diskutieren wir die Eindrücke des Tages und entspannen in geselliger Runde.
Samstag, 06.06.2026
Bei dem Stadtspaziergang durch den Stadtteil Nørrebro flanieren wir über attraktive Plätze und Parks, den neuen öffentlichen Stadtraum
Superkilen und treffen hier auf weitere architektonische Highlights der Stadt, u.a. die Bibliotek Rentemestervejals, eine Erweiterung des bestehenden Kulturhauses, gestaltet mit übereinandergestapelten „goldenen Boxen“, den bekannten sozialen Wohnungsbaukomplex Mjølnerparken und die Nordbro Studentenwohnungen.
Nach einem Zwischenstopp in der Demokratiegarage, einem Treffpunkt für demokratische Entwicklung, in dem sich Bürger, Organisationen, Unternehmen, Forscher und andere Akteure treffen um die demokratische Teilhabe zu stärken, machen wir Pause beim Projekt
Thoravej 29
Das ursprünglich für die Pelzindustrie errichtete Industriebgebäude wurde im Rahmen eines Wettbewerbes 2021 erhalten und überzeugend transformiert. Alles was erhalten werden konnte wurde erhalten. Seine Ambitionen haben zu messbaren Ergebnissen geführt: Ein Bericht der Technischen Universität Dänemark (DTU) über das Projekt Thoravej 29 zeigt, dass die CO2-Emissionen des Projekts im Vergleich zum Bau eines neuen Gebäudes drei- bis neunmal geringer waren.
Thoravej 29 dient als Raum für soziale Initiativen, in dem die Zivilgesellschaft, öffentliche Einrichtungen und Unternehmen zusammenarbeite.
Das Raumprogramm umfasst auf 6500 Quadratmetern Studios, Werkstätten, Aufnahme-studios, eine Bühne im Untergeschoss, Besprechungsräume, zahlreiche Arbeitsplätze, eine Bibliothek und eine kleine Mensa. Der Ausstellungsraum und das Café im Erdgeschoss sowie eine Dachterrasse sind öffentlich zugänglich.
Der Nachmittag ist zur freien Verfügung, der in kleinen Gruppen mit unterschiedlichen Zielen verbracht wird, z.B. mit einem Besuch der spektakulären Müllverbrennungsanlage mit Kletterwand und Skipiste, oder der freien Republik Chistiania, oder einem Besuch des Streetfoodareals Reffen…….
Sonntag, 07.10.2026
Der letzte Rundgang unserer Studienreise zeigt uns die Verschmelzung von Alt- und Neu-Kopenhagen am inneren Hafen. Auf unserem Weg zum Hafen machen wir einen Zwischenstopp am link
Krøyers Plads.
Christianshavn, das historische Viertel aus dem 17. Jahrhundert und die ehemalige Papierinsel (Papirøen / Paper Island), oft auch als Teil des modernen Hafenquartiers bezeichnet) bilden zusammen eines der historisch wie städtebaulich spannendsten und am stärksten im Wandel begriffenen Gebiete im Herzen des Kopenhagener Hafens
Paper Island hat den Wandel vom Industrieareal zum modernen Stadtquartier fast vollständig vollzogen. Die Insel wurde durch das Architekturbüro Cobe komplett neu als nachhaltiges Mischquartier gestaltet. Hier begegnen uns an einigen Neubauten individuelle Produkte der Ziegelmanufaktur Petersen.
Die markante Bebauung greift mit ihren trapezförmigen Dächern die Form der historischen Industriehallen auf. Entstanden ist ein Sockelgeschoss für Öffentlichkeit und Kultur mit darüber liegenden Wohnbauten und begrünten, geschützten Innenhöfen.
Die Insel grenzt direkt an den neuen Opera Park mit sechs unterschiedlichen Themengärten. Zudem verbinden Fußgänger- und Radfahrerbrücken das Gebiet direkt mit dem gegenüberliegenden Nyhavn und der Innenstadt.
Wir erreichen durch den Park fußläufig das vom das vom Architekturbüro Henning Larsens Tegnestue aus Kopenhagen entworfene Opern- und Balletthaus. Direkt vis à vis des Königsschlosses Amalienburg, getrennt lediglich durch das Wasser, entstand die link
königlich dänische Oper, ein spektakulärer, weithin sichtbarere Bau aus Naturstein, Metall und Glas.
Mit dem Wassertaxi wechseln wir die Hafenseite. Ein Besuch des Wachwechsels am Schloss Amalienburg darf bei einem Besuch in Kopenhagen natürlich nicht fehlen.
Von dort aus geht unser Standrundgang allmählich zur Zielgeraden. Nach einem Zwischenstopp im Neubau des Königlichen Schauspielhauses von Lundgaard & Tranberg. Ein weiterer Architektonischer und kultureller Anziehungspunkt,
Mit dem Neubau des
Königlichen Schauspielhauses von Lundgaard & Tranberg, direkt angrenzend an den historischen Hafenkanal Nyhavn, ist der Binnenhafen von Kopenhagen um einen sowohl kulturellen als auch architektonischen Anziehungspunkt reicher geworden.
Am historischen Hafenkanal endet am frühen Nachmittag unsere erlebnisreiche Studienreise im Traditionsrestaurant Faergekro. Hier ist Hering auf der Speisekarte eine Weltanschauung. Der berühmte Klassiker „Heringstisch“ wird uns zum Mittagsessen in historisch gemütlicher Atmosphäre serviert.
Wir durften eine bemerkenswerte Stadt und das dänische "Hygge Gefühl" kennenlernen. Wunderbar.